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Sturmgewehr ist verkauft und der K31 Jagd ist noch zu haben

Habe heute die Verhandlungen zum Verkauf meines Sturmgewehres abschliessen können. Den gewünschten Preis habe ich leider nicht mehr erzielen können - so hat der Käufer ein gutes Schnäppchen gemacht und ich habe einen guten Teil meines Wunsch-Jagdgewehres schon mal finanziert.

Mal sehen, was ich noch für meinen K31 bekomme, der ebenfalls zum Verkauf steht. Der Karabiner ist mit Mündungsbremse und Schaftkappe von Pachmayr ausgestattet. Er lässt sich sehr angenehm schiessen. Die Visiereinrichtung wurde durch ein Picatinny-Schiene und ein Swarovski Habicht 6x42 ersetzt. Damit ist der Karabiner jagdlich auch in der Dämmerung einsetzbar.


Zeiss Diavari Zielfernrohr für den K31

Mein K31 Karabiner hat nun ein etwas besseres Zielfernrohr bekommen - ein Zeiss Diavari C 3-9x36 MC. Die Überlegung dabei war, das Zielfernrohr möglichst tief über dem Lauf zu montieren. Daher schieden schon mal die lichtstärkeren Objektiver mit 50 mm Durchmesser oder mehr aus. Mit seinen Abmessungen lässt sich das Zeiss Diavari 3-9x36 sehr günstig auf dem K31 anbringen:

Die Montageringe habe ich bei der Gun-Factory gekauft. Sie erlauben die Montage des Zielfernrohres mit einem Abstand von einem Zentimeter über der Picatinny Schiene. Diese hatte ich zuvor ebenfalls dort gekauft und anstelle der originalen Visiereinrichtung angebracht. Die optische Achse befindet sich nun ziemlich genau fünf Zentimeter über der Längsachse des Laufes. Das Objektiv steht etwa 2 mm über der Picatinny-Schiene, tiefer lies sich das Zielfernrohr nicht mehr montieren.

Ganz ideal ist es durch die Senkung des Schaftes aber trotzdem nicht. Mit dem unveränderten originalen Schaft ist aber wohl nicht mehr herauszuholen. Für eine weitere Optimierung müsste das K31 System dann auf einem Jagdschaft montiert werden, wie er beispielsweise bei softgun.ch angeboten wird.

Mündungsbremse für den K31

Beim Test meines K31 auf dem Schiessplatz empfahl mir der Büchsenmacher, eine Mündungsbremse zu montieren. Bei einem geänderten Schaft, wie ihn mein K31 nun hat, würde man das üblicherweise so machen, um das Gewehr beim Schuss etwas zu beruhigen.

Nach einigem Suchen bestellte ich schliesslich eine Mündungsbremse von Wyssen Defense. Diese wird anstelle des Korns auf dem Lauf montiert wird. Am Wochenende kam das Päckchen an, enthalten waren die Mündungsbremse und eine Montageanleitung. Ich habe die Schritte dabei etwas abgeändert:

  1.  Der originale Stift wird mittels eins Durchschlags oder einem 2.5 mm Stahlstift vorsichtig aus dem Korn geschlagen.
  2. Das Korn wird mit einer Lötlampe erwärmt und mit leichten Schlägen eines Plastikhammers auf ein zwischengelegtes Stück Holz vom Lauf entfernt.
  3. Den vorderen Teil des Laufes von aussen und die Mündungsbremse von innen sorgfältig mit Waschbenzin entfetten
  4. Lauf mit Loctite Sicherungslack bepinseln
  5. Mündungsbremse aufsetzen, die Befestigungslöcher an der Kerbe im Lauf ausrichten und den originalen Stift vorsichtig eintreiben.
Nach der Montage sieht das Ganze dann etwa so aus, im Grössenvergleich zu einer Karte im Kreditkartenformat:


Weiterhin bekam ich die Empfehlung doch etwas mehr in die Optik zu investieren und das Zielfernrohr möglichst niedrig über dem Lauf zu montieren. Die neuen Befestigungsringe für das Zielfernrohr aus Stahl sind schon montiert. Bei eBay habe ich günstig ein gebrauchtes aber sehr gut erhaltenes Zeiss Diavari 3-9x36 ersteigert. Wahrscheinlich bekomme ich es nächste Woche geliefert.

K31 - Fertig ist das Jagdgewehr

Von meiner Dienstreise zurück, fand ich zu Hause einen Abholzettel von der Post: Die bestellte Schaftkappe von Pachmayr war angekommen. Jetzt konnte ich den Umbau meines K31 Karabiners beenden. Allerdings war die Montage der Schaftkappe nicht ganz so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Zunächst habe ich mit einem Skalpell zwei kleine Schnitte auf der Schaftkappe angebracht, um die Schrauben montieren zu können. Nach sorgfältigen Positionieren der zu bearbeitenden Schaftkappe auf dem Gewehrschaft wurde die Lage der Schrauben auf dem Schaft markiert und zwei 3.5mm Löcher gebohrt.


Nun konnte die Schaftkappe mit zwei Schrauben montiert werden. Dabei sind die Schrauben und auch der Schraubendreher leicht mit etwas Waffenöl zu benetzen. Die eingedrehten Schrauben sind später nicht mehr zu sehen und die angebrachten Schlize verschliessen sich wieder vollständig.

Das Übermass der Pachmayr Schaftkappe muss abeschliffen und dem Schaft angeglichen werden. Meine ersten Versuche, dies per Hand abzuschmirgeln schlugen fehl, ebenso der Einsatz eines Deltaschleifers. Zum sauberen Abschleifen ist unbedingt ein Bandschleifgerät zu verwenden. Der dabei enstehende schwarze Schleifstaub hat dann meinen Schaft wieder verschmutzt. Also hies es, den Schaft noch einmal mit Waschbenzin vom Schaftöl und Gummistaub zu befreien, nachzuschleifen und wieder neu einzuölen. Mit dem Ergebnis bin ich einigermassen zufrieden. Einiges würde ich nun zwar anders machen, aber der Jagd-Karabiner sieht jedenfalls ganz gefällig aus (Abbildung ohne Verschluss und Schlagbolzen):